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Archiv der Kategorie: Die Guten

Lieblingsagenturen III

Es gibt noch eine Agentur, für die ich gerne arbeite, obwohl sie zu den Großen gehört: mt-g, nach eigenen Angaben das „europaweit führende Unternehmen für Übersetzungsdienstleistungen und Globales Informationsmanagement exklusiv für die Medizin“. Ich hatte mich dort nicht etwa beworben, sondern wurde regelrecht angeworben – eines Tages bekam ich eine Mail, in der man mich zur Zusammenarbeit einlud und fragte, ob ich willens sei, eine Probeübersetzung anzufertigen. Da die Probe einen vernünftigen Umfang hatte (für mich sind das – Achtung – rund 300 Wörter), war ich einverstanden, fand aber zunächst keine Zeit dafür. Man blieb jedoch am Ball, fragte immer wieder höflich an, bis ich die Probeübersetzung schließlich einschieben konnte und abschickte. Die Qualität überzeugte, man freute sich auf die Zusammenarbeit und seither bekomme ich tatsächlich immer wieder interessante Projekte über mt-g.

Der Nachteil eines so großen Unternehmens ist natürlich die große Anzahl verschiedener Projektmanager/innen, mit denen man es zu tun hat. Ich pflege auch im Berufsalltag gerne persönliche Beziehungen, wenn die Kontakte schon ohnehin überwiegend virtuell stattfinden. Entsprechend komme ich mit einigen PM auch besser klar als mit anderen, aber diese Unterschiede sind wirklich nur marginal. Insgesamt arbeiten nach meinem Eindruck dort sehr fähige Leute, die bei Problemen schnell und kompetent weiterhelfen.

Den Stein im Brett verdienten sie sich übrigens durch einen Auftrag, der die Übersetzung mehrerer englischer und japanischer Handbücher umfasste. Ob man es glaubt oder nicht – das war die erste Agentur, die mir eine Analyse der japanischen Dokumente mitschickte und sie mir nicht unkommentiert vor den Latz knallte mit der lakonischen Bitte, ein Angebot zu erstellen. So hatte ich eine vernünftige Berechnungsgrundlage und brauchte für das Angebot 10 Minuten. Geht also doch!

(274 Wörter)

 
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Geschrieben von - 19. Juli 2011 in Übersetzeralltag, Die Guten

 

Lieblingsagenturen II

Noch einer meiner Lieblinge: die britische Agentur languages4you. Von denen bekomme ich so ziemlich die interessantesten Aufträge, die überhaupt auf dem Agenturweg an mich herangetragen werden (meist medizinische Fachartikel), immer mit realistischem Zeitrahmen und ohne nervtötende Preisfeilscherei.

Neulich hatten sie einen Eilauftrag für mich, gerade so zu schaffen in der gewünschten Zeit, nämlich bis zum nächsten Tag. Ich sagte, ich würde ihn gern übernehmen, müsse dann aber einen Eilzuschlag von 25 % berechnen. „Natürlich“, antwortete die Projektmanagerin. „Ich wollte Ihnen eigentlich 30 % anbieten.“ Haben sie dann auch. :)

Das sind dann so die Kunden, die von mir zu Weihnachten auch mal selbst gebackene Kekse bekommen.

(101 Wörter)

 
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Geschrieben von - 7. Juli 2011 in Übersetzeralltag, Die Guten

 

Lieblingsagenturen I

Was ich von gesichtslosen, austauschbaren Großagenturen (aka „Umtütern“) halte, habe ich ja schon hier und hier deutlich gemacht. Aber es gibt ja auch durchaus kleinere (und auch größere!), sehr feine Agenturen, mit denen ich ausgesprochen gern zusammenarbeite. Mit den Übersetzungsagenturen ist es eigentlich wie mit den Übersetzern: Es gibt einige richtig schlechte, sehr viele mittelmäßige (im Optimalfall aber immerhin lernfähige) und wenige richtig gute. Um dem allgemein ziemlich in Mode gekommenen Agenturbashing mal was Positives entgegenzusetzen, starte ich hiermit unter der Kategorie „Die Guten“ mal eine kleine Serie über meine persönlichen Lieblingsagenturen.

Dazu gehört auf jeden Fall seit vielen Jahren die französische Agentur Atom e-City. Nicht nur, dass sie ausgesprochen nette und fähige PM haben,  die angebotenen Jobs immer mit vernünftigem Zeitrahmen kalkuliert und alle Dokumente so aufbereitet werden, dass wirklich nur das Übersetzen bleibt und kein Layoutgefummel – seit einer bestimmten Begebenheit haben sie bei mir einfach einen dicken Stein im Brett.

Vor zig Jahren brach ihnen mal mitten in einem laufenden Projekt ein Großkunde weg, wodurch sie finanziell wohl ziemlich ins Schlingern gerieten. Statt aber nach dem Prinzip „Augen zu und durch, wird schon gut gehen“ einfach weiterzumachen, der leider sonst üblichen Standardstrategie, informierten sie alle Übersetzer sofort über die Sachlage, baten um etwas Geduld und Nachsicht und lieferten gleich einen Zahlungsplan über die noch ausstehenden Rechnungen mit, den sie dann auch minutiös einhielten. Und damit nicht genug: Am Ende des Jahres bekam ich sogar noch einen wunderschönen Blumenstrauß als Dankeschön für mein Verständnis und meine Unterstützung.

So macht man das, liebe Agenturen. Ich bin dem Laden seither treu und loyal ergeben, wen wundert’s.

(266 Wörter)

 
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Geschrieben von - 30. Juni 2011 in Übersetzeralltag, Die Guten

 
 
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