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Archiv für den Monat Juli 2010

Warum „300 words“?

Labern konnte ich schon immer. Schreiben auch. Ausufernd schreiben am allerbesten. In der Schule hatte ich nie Probleme, bei meinen Aufsätzen auf die Mindestwortzahl zu kommen, egal in welcher Sprache. Eher blieb mir oft nicht genügend Zeit, alles, was ich zu sagen gehabt hätte, in der vorgegebenen Zeit zu Papier zu bringen. Ich füllte in kurzer Zeit dicke Tagebücher, schrieb ellenlange Briefe, hatte immer Schreibschwielen an Mittel- und kleinem Finger. (Kennt jemand heutzutage noch Schreibschwielen?)

Beim Übersetzen ist ein großer Wortschatz und die Fähigkeit, sich auszudrücken, natürlich von Vorteil. Ab und zu ist eine gewisse Wortfülle aber auch ein Zeichen von – Faulheit. Jawohl. Zumindest bei mir habe ich das festgestellt. Manchmal ist es nämlich einfacher und weniger anstrengend, einen gesuchten Begriff oder Sachverhalt zu umschreiben, zu paraphrasieren, als eine kurze, knackige Formulierung oder den richtigen, den passenden Begriff zu finden. Viele Übersetzungen, auch viele meiner Übersetzungen, würden davon profitieren, wenn man sie schärfte, ihnen das Gelaber herausschnitte und nur das Wichtige drinließe.

Und so entstand die Idee zu diesem Blog. Hier will ich über Themen schreiben, die ich interessant finde – voraussichtlich eher über Berufliches, aber wer weiß –, und für alle Einträge soll eine Regel gelten: Sie dürfen nicht länger als 300 Wörter sein. Als Übung, auf den Punkt zu kommen, ohne viel zu labern.

(217 Wörter)

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7 Kommentare

Verfasst von - 23. Juli 2010 in Uncategorized