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Warum „300 words“?

23 Jul

Labern konnte ich schon immer. Schreiben auch. Ausufernd schreiben am allerbesten. In der Schule hatte ich nie Probleme, bei meinen Aufsätzen auf die Mindestwortzahl zu kommen, egal in welcher Sprache. Eher blieb mir oft nicht genügend Zeit, alles, was ich zu sagen gehabt hätte, in der vorgegebenen Zeit zu Papier zu bringen. Ich füllte in kurzer Zeit dicke Tagebücher, schrieb ellenlange Briefe, hatte immer Schreibschwielen an Mittel- und kleinem Finger. (Kennt jemand heutzutage noch Schreibschwielen?)

Beim Übersetzen ist ein großer Wortschatz und die Fähigkeit, sich auszudrücken, natürlich von Vorteil. Ab und zu ist eine gewisse Wortfülle aber auch ein Zeichen von – Faulheit. Jawohl. Zumindest bei mir habe ich das festgestellt. Manchmal ist es nämlich einfacher und weniger anstrengend, einen gesuchten Begriff oder Sachverhalt zu umschreiben, zu paraphrasieren, als eine kurze, knackige Formulierung oder den richtigen, den passenden Begriff zu finden. Viele Übersetzungen, auch viele meiner Übersetzungen, würden davon profitieren, wenn man sie schärfte, ihnen das Gelaber herausschnitte und nur das Wichtige drinließe.

Und so entstand die Idee zu diesem Blog. Hier will ich über Themen schreiben, die ich interessant finde – voraussichtlich eher über Berufliches, aber wer weiß –, und für alle Einträge soll eine Regel gelten: Sie dürfen nicht länger als 300 Wörter sein. Als Übung, auf den Punkt zu kommen, ohne viel zu labern.

(217 Wörter)

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7 Kommentare

Verfasst von - 23. Juli 2010 in Uncategorized

 

7 Antworten zu “Warum „300 words“?

  1. Tini

    3. Mai 2011 at 10:06

    Mit einer Standardantwort ist doch in mancher Situation geholfen!

     
    • frenja

      3. Mai 2011 at 11:12

      Schön, dich hier zu sehen, liebe Tini! Es wird mir so viel Zeit und Nerven sparen, ganz sicher. Einfach ignorieren konnte ich so was bisher ja auch nicht. Warte schon ungeduldig auf die nächste Anfrage. 🙂

       
  2. Marcos Zattar

    1. Juli 2011 at 20:03

    Ich mag Ihren Stil! Erst heute entdeckt, werde alles durchlesen. Weiter so!

     
  3. GB Translation

    19. Juli 2011 at 11:37

    Die Idee ist gut! Vor allem das mit den 300 Wörtern. Wir haben ja wirklich heutzutage kaum Zeit, zu lesen, wenn alle Blogs dieser Regel folgen würden, wäre das viel praktischer und wir könnten mehr Informationen aufnehmen. Ich wette aber trotzdem, dass du irgendwann einmal auf ein Thema stoßen wirst, wo du deine eigene Regel nicht einhalten wirst! 🙂

     
  4. Marion Kümmel

    16. November 2011 at 10:46

    Dieses Dingsda am Mittelfinger hatte ich auch immer – und jetzt habe ich sogar ein Wort dafür. Danke für die »Schreibschwielen«.

     
  5. Nina Au

    7. April 2016 at 11:02

    Sie sprechen mir aus der Seele! Sehr unterhaltsam, all das.

     

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