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Unternehmen Freiheit

13 Jul

Wer mich kennt, der weiß, dass ich nicht viel Geduld mit jammernden Menschen habe, insbesondere im Berufsalltag. Klar, wir müssen alle mal Dampf ablassen und manchmal hilft ein wenig Mitleid von verständnisvollen KollegInnen schon sehr. Aber wer sich permanent über den furchtbaren Markt, die unverschämten Agenturen, die fallenden Preise etc. beschwert, ohne daraus Konsequenzen zu ziehen, der beißt bei mir ziemlich bald auf Granit.

Ich sehe das so: Sobald ich beschließe, meine Dienste als Freiberuflerin anzubieten, bin ich nicht nur Angehörige des gewählten Berufsstandes, sondern auch Unternehmerin. Und als solche habe ich nicht nur das Recht auf Vorsteuerabzüge,  das steuerliche Absetzen von Geschäftsausgaben und sogar einen Metro-Ausweis, sondern auch gewisse Pflichten. Ich muss mich z. B. darüber informieren, wie eine korrekte Rechnung auszusehen hat, mich über relevante Gesetzesänderungen auf dem Laufenden halten und auch dafür sorgen, dass ich wirtschaftlich arbeite. Wenn ich das zu den mir angebotenen Preisen nicht kann, dann muss ich daran arbeiten, das zu ändern.

„Aber was soll ich denn machen?“, höre ich es jammern. „Die zahlen nun mal nicht mehr!“ Doch, tun sie – wenn man ihnen einen Grund gibt. Und da kommt wieder die unternehmerische Pflicht ins Spiel: Es ist meine Aufgabe als Unternehmerin, ein Alleinstellungsmerkmal zu entwickeln, wie man so schön sagt, eben einen Grund, warum ich Preis x verlangen kann und mich nicht mit y abspeisen lasse. Wenn ich keine Spezialisierung habe, muss ich mir eben eine erarbeiten. Oder mir zusätzliche Dienstleistungen überlegen, die ich anbieten kann. Irgendwas, aber ich muss mir Gedanken machen und mich nicht nur beklagen.

Das Internet ist voller hervorragender Blogs für Freiberufler, es gibt tolle Bücher zum Thema „Erfolgreich selbstständig“, also macht euch schlau. Lest, lernt, guckt ab, denkt euch was aus. Aber bitte, BITTE hört auf zu jammern.

(291 Wörter)

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5 Kommentare

Verfasst von - 13. Juli 2011 in Unternehmeralltag

 

5 Antworten zu “Unternehmen Freiheit

  1. Simone

    13. Juli 2011 at 19:17

    Ohh, einen Metro-Ausweis! Daran hab ich ja noch gar nich gedacht! Gleich mal kundig machen. 🙂
    (Ansonsten, wie schon öfter, volle Zustimmung.)

     
  2. frenja

    13. Juli 2011 at 19:25

    Hihi, ich hab auch keinen. Was soll ich auch mit ner Palette Klopapier? Aber gut zu wissen, dass ich könnte …

     
  3. GB Translation

    19. Juli 2011 at 11:34

    Am liebsten sind mir immer die, die darüber jammern, dass andere jammern! Ein weit verbreitetes deutsches Phänomen. Grundsätzlich stimme ich aber mit deiner Meinung über die Freiberufler überein. Mann muss halt einfach effizienter werden, wenn man eben keine höheren Preise verlangen kann. Ich als Übersetzer leide auch unter sinkenden Preisen. Da muss ich dann eben schauen, dass ich die neueste Software habe und die richtigen Recherchewerkzeuge, um schneller zu sein, d.h. das gleiche Geld in kürzerer Zeit zu verdienen.

     
    • frenja

      19. Juli 2011 at 11:40

      Aber, aber! Ich jammere doch nicht, ich fauche und prangere an. Ein feiner Unterschied. 😉

       
  4. GB Translation

    19. Juli 2011 at 16:24

    Haha. Ok, verstanden.

    lg
    G

     

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