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Archiv der Kategorie: Weiterbildung

Auf die Ohren: Japanische Podcasts

Wie versprochen, eröffne ich mit diesem Artikel eine kleine Reihe über meine Lieblingspodcasts in 4 Sprachen zum Thema Wissenschaft und Medizin. Beginnen wir mit dem ganz Speziellen: japanischen Podcasts.

1. Science Podcast Genau genommen ein Portal, das täglich verschiedene Podcasts bereitstellt. Am besten gefällt mir die halbstündige Sendung des CoSTEP (Communicators in Science and Technology Education Program), in dem einige Studentinnen der Universität Hokkaido verschiedenen Themen nachgehen. Frauen verstehe ich ohnehin besser als Männer (aus mehreren Gründen, zu Männer- und Frauensprache folgt vielleicht mal ein eigener Beitrag), und diese jungen Damen erklären das jeweilige Thema sehr ausführlich und kurzweilig.

2. Digital Imushitsu he yôkoso (Willkommen im digitalen Sprechzimmer) In einer Art Gesprächsrunde mit einem Arzt werden alltägliche medizinische Themen behandelt, die u. a. von Hörerinnen und Hörern eingeschickt wurden. Auch hier werden die Sachverhalte schön allgemeinverständlich dargestellt, etwa der Unterschied zwischen Noro- und Rotaviren.

3. Planet green Podcast In diesem Podcast geht es um Outdoor-Sportarten, Reisen und Natur. Der Moderator Robert Harris (trotz des unwahrscheinlichen Namens ein waschechter Japaner, na ja, zu drei Vierteln jedenfalls) interviewt in jeder Sendung eine/n Sportler/in, erzählt von seinen Reisen um den Erdball und beantwortet Zuhörerfragen. Sympathisches kleines Podcast, wo sonst lernt man japanische Segler, Triathletinnen oder Freeclimbing-Meisterinnen kennen? (Wird übrigens leider nicht fortgeführt, aber da es nicht um tagesaktuelle Themen geht, dürften die 28 Folgen im Archiv den meisten wohl erst mal reichen.)

4. Meriken! Sakkuri Drama! Mein vierter Lieblingspodcast hat gar nichts mit Wissenschaft zu tun, sondern ist eine sehr gut produzierte Hörspielreihe. Ein Hörspiel besteht aus mehreren Folgen, die wöchentlich ausgestrahlt werden, das Genre wechselt (SciFi, typisch japanische Geistergeschichten, Krimi …). Richtig unterhaltsam und gut verständlich, sehr zu empfehlen!

Next up: meine liebsten französischsprachigen Podcasts.

(277 Wörter)

 
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Verfasst von - 2. Februar 2012 in Biologie, Japanisch, Medizin, Weiterbildung

 

Man höre und staune

Als Übersetzerin lernt man ja bekanntlich nie aus. Die tägliche Arbeit allein ist schon eine stetige Weiterbildung in sich, aber je nach Fachgebiet reicht das oft nicht. Nein, ich korrigiere: Wer sich nicht aktiv darum bemüht, in seinem Fachgebiet, ob nun Medizin, Europarecht, KFZ-Technik oder Wirtschaft, auf dem neusten Stand zu bleiben, der verliert schnell den Anschluss und damit die Möglichkeit, sich nicht nur als Sprachexperte, sondern auch als SpezialistIn in diesem Fachgebiet zu profilieren.

Wie man das erreicht? Zum einen bieten die großen Übersetzerverbände (BDÜ, ADÜ Nord, Aticom, VdÜ etc.) immer mehr Seminare an, die erfreulicherweise ein immer breiteres Spektrum an Spezialisierungen abdecken. Da muss man natürlich etwas Zeit und auch Geld investieren, aber ich persönlich bin schon allein wegen des Netzwerkeffekts ein großer Fan solcher Seminare. Je spezieller, desto besser. Es lohnt sich übrigens auch, sich über den Tellerrand hinaus in seinem Fachgebiet mal umzusehen – im letzten Jahr war ich beispielsweise bei der Bionnale und bei einer Weiterbildungsveranstaltung für Labortechniker, beides kostenlos und sehr interessant.

Eine weitere Möglichkeit ist das Lesen von Blogs, Artikeln etc. im jeweiligen Fachgebiet, und zwar in der bzw. den Fremdsprache(n) und in der Muttersprache. Das ist eine sehr gute Möglichkeit, up to date zu bleiben, allerdings fehlt mir dafür meist die Zeit und es bleibt bei den guten Vorsätzen.

Kürzlich habe ich etwas Neues für mich entdeckt: Podcasts! Über den iTunes Store findet man jede Menge Gratis-Podcasts zu allen möglichen Themen, in meinem Fall beispielsweise zu Wissenschaft und Medizin, und das in einer atemberaubenden Vielzahl von Sprachen. Das Gute: Ich muss mir dafür nicht extra Zeit nehmen, sondern höre nun Podcasts beim Radfahren, Zum-Bus-Laufen, Wäscheaufhängen etc. Super Sache!

Ich bin so begeistert davon, dass ich in den nächsten Artikeln meine Lieblingspodcasts in meinen Arbeitssprachen vorstellen werde, vielleicht nützt es ja jemandem. 🙂

(299 Wörter)

 
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Verfasst von - 30. Januar 2012 in Übersetzerinnenalltag, Weiterbildung

 

Seminarfieber

Hach, Seminare. Ich liebe Seminare. Manche behaupten, ich übertreibe es ein wenig mit der Weiterbildung, aber ich finde, man kann gar nicht genug lernen. Klar, als Übersetzerin lernt man natürlich ohnehin ständig dazu. In jedem Arbeitstext stehen Dinge, die man vorher nicht wusste und die man entsprechend recherchieren muss. Es gibt ja auch KollegInnen, die deswegen Fortbildungsseminare unnötig finden.

Ach, wenn die wüssten, was ihnen entgeht! Es ist ja nicht nur so, dass man Neues lernt – obwohl das natürlich unweigerlich der Fall ist, wenn es nicht völlig schiefläuft –, viel wichtiger finde ich eigentlich, dass man dort so viele nette Menschen trifft, die denselben Beruf haben wie man selbst und doch alle ganz unterschiedlich arbeiten, andere Erfahrungen haben, sich anders organisieren – kurz, von denen man selbst so viel lernen kann. Wo sonst kann man den ganzen Abend lang über den Berufsalltag reden, ohne sein Gegenüber zu langweilen? Nicht, dass Übersetzer keine anderen Themen hätten als die Arbeit, aber manchmal fehlt der Einzelkämpferin am einsamen Schreibtisch doch die Möglichkeit zum Austausch mit Menschen, die ohne lange Erklärungen wissen, wovon sie redet.

Gut, für den reinen Austausch gibt es auch Stammtische. Seminare haben aber den Vorteil, dass sich dort KollegInnen aus ganz Deutschland und teilweise sogar aus einigen Nachbarländern tummeln – eine wunderbare Gelegenheit, sein Netzwerk zu erweitern, und das je nach Seminarthema oft auch noch im eigenen Fachgebiet.

Ich habe aus dem BDÜ-Seminar zur Anatomie für medizinische Übersetzer, auf dem ich an diesem Wochenende war, jedenfalls wieder viele interessante Fakten, Eindrücke und Erfahrungen mitgenommen. Ich weiß nicht, ob ich wirklich jemals für eine Übersetzung wissen muss, wie man eine laparoskopische Cholezystektomie vornimmt (das Video habe ich gesehen!), aber auf jeden Fall weiß ich jetzt, wo die Milz sitzt. Und dass es in Heidelberg wilde Sittiche gibt. Aber davon später mehr.

(298 Wörter)

 
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Verfasst von - 14. November 2011 in Übersetzerinnenalltag, Medizin, Weiterbildung